Ratgeber
Was eine Social Wall kostet
Am Markt gibt es drei Preismodelle – laufende Monatslizenz, befristeter Eventpass und Einmalpreis pro Anlass –, bei social-wall.ch kostet ein Event einmalig CHF 80, CHF 160 oder CHF 220, und der grössere Kostenblock ist in fast jedem Budget ohnehin nicht die Lizenz, sondern die Ausgabetechnik vor Ort.
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Die Frage lässt sich selten mit einer einzigen Zahl beantworten. Das liegt weniger an intransparenten Anbietern als daran, dass zwei völlig verschiedene Dinge zusammengezählt werden müssen: die Software, die die Beiträge einsammelt und anzeigt, und die Fläche, auf der das Ganze sichtbar wird. Wer eine Vorlage für Geschäftsleitung, Vorstand oder Verbandskasse aufstellt, braucht deshalb beides – die Übersicht über die Preismodelle und eine Liste der Posten, die erfahrungsgemäss vergessen gehen.
Drei Preismodelle, drei Denkweisen
Das Monatsmodell stammt aus dem Marketing-Software-Umfeld und rechnet pro Zeiteinheit ab, unabhängig davon, ob im betreffenden Monat überhaupt ein Anlass stattfindet. Es passt zu Organisationen, die eine Wall dauerhaft betreiben – in der Lobby, im Betriebsrestaurant oder über Monate auf einer Kampagnenseite. Für ein Sekretariat, das einmal im Jahr eine Generalversammlung durchführt, ist es der teuerste Weg zum selben Ergebnis.
Der Eventpass ist ein zeitlich befristeter Zugang, meist über 30 Tage. Er sieht aus wie ein Einmalpreis, liegt in der Praxis aber häufig auf demselben Niveau wie der Monatszugang. Die Preisseite von socialwalls.de nennt für beides denselben Einstieg, «Ab EUR 225 / Monat», sowohl für die laufende Lizenz als auch für den 30-Tage-Eventpass (socialwalls.de/preise, abgerufen am 19. August 2026). Fremdpreise ändern sich – prüft den Stand vor der Budgeteingabe selbst nach, statt eine Zahl aus einem Blogartikel zu übernehmen.
Der Einmalpreis pro Anlass koppelt die Kosten an das Event statt an den Kalender. Bezahlt wird einmal, der Anlass läuft, danach ist die Position abgeschlossen. Für Eventteams und Verbandssekretariate ist das meist der einfachere Beschaffungsweg, weil kein wiederkehrender Betrag durch eine Genehmigung muss und keine Frist im Kalender überwacht werden will.
Was in keiner Lizenz enthalten ist
Der Posten, der Budgets sprengt, heisst nicht Software, sondern Ausgabefläche. Eine gemietete LED-Wand samt Auf- und Abbau, ein lichtstarker Beamer, Stelen im Foyer oder ein zusätzlicher Public-Screen kosten in aller Regel ein Vielfaches der Lizenzgebühr. Diese Zahlen holt ihr beim Technikpartner der Location ein, nicht beim Softwareanbieter – und am besten im selben Zug, in dem ihr Ton und Licht offerieren lasst.
- Miete und Aufbau der Ausgabeflächen: LED-Wand, Beamer, Screens, Stelen, Halterungen
- Zuspielung: Rechner oder Mediensteuerung, Kabelwege, Strom, ein Ersatzgerät
- Netzwerk: feste Leitung für die Flächen, Gäste-WLAN oder Verstärkung in Hallen und Untergeschossen
- Grafik und Druck: QR-Code im Layout, Roll-ups, Tischaufsteller, Badge-Rückseiten
- Personal: Moderation während des Anlasses, Betreuung mehrerer Flächen, Auf- und Abbau
- Arbeitszeit im eigenen Team: Einrichtung, Testlauf, Abstimmung mit der Location
Nicht jeder dieser Posten fällt tatsächlich an. Wenn im Saal ohnehin ein Beamer hängt und der QR-Code auf die Schluss-Folie der Präsentation kommt, bleibt von der Liste wenig übrig. Genau deshalb lohnt es sich, sie einmal durchzugehen, statt pauschal einen Zuschlag zu rechnen oder – häufiger – gar keinen.
Vier Zahlen, aus denen sich der Plan ergibt
Anbieter staffeln ihre Pakete fast immer nach denselben vier Grössen. Wer sie vor dem Vergleich festlegt, muss beim Vergleichen nicht mehr raten und erkennt schnell, welche Stufe realistisch ist.
- Teilnehmerzahl und erwartetes Upload-Volumen: Rechnet nicht mit einem Beitrag pro Person, sondern mit Spitzen nach dem Gruppenfoto, nach der Preisverleihung und beim Apéro.
- Anzahl gleichzeitiger Ausgabeflächen: Saal, Foyer und Messestand sind drei Flächen, nicht eine – und jede belegt einen Platz.
- Dauer des Anlasses: Ein Abend, ein voller Kongresstag oder eine Messewoche führen zu unterschiedlichen Stufen.
- Zeit nach dem Anlass: Wie lange die Beiträge abrufbar bleiben müssen, bis die Kommunikationsabteilung sie gesichtet und gesichert hat.
Was social-wall.ch kostet
Hier gilt der Einmalpreis pro Event in drei Stufen. Basic kostet CHF 80 und deckt bis 500 Uploads, 1 Screen und 24h Eventdauer ab; eine Moderation ist in dieser Stufe nicht enthalten, jeder Upload erscheint direkt. Premium kostet CHF 160 und umfasst bis 1'500 Uploads, bis 3 Screens und 3 Tage Eventdauer, dazu Moderation und eigenes Branding samt Sponsoren-Logos. Enterprise kostet CHF 220 mit unlimitierten Uploads, unlimitierten Screens und 7 Tagen Eventdauer.
Nach dem Anlass bleiben die Beiträge je nach Stufe 7, 30 oder 90 Tage abrufbar und lassen sich gesammelt als ZIP herunterladen, danach werden sie automatisch und DSG-konform gelöscht. Die Registrierung selbst ist kostenlos; bezahlt wird immer ein konkreter Anlass, nie ein Zeitraum.
Wann ein anderes Modell besser passt
Ein Einmalpreis ist nicht immer der richtige Weg. Wer eine Wall im Dauerbetrieb zeigen will, fährt mit einer laufenden Lizenz einfacher, weil sonst für jeden Abschnitt ein neuer Anlass angelegt werden muss. Dasselbe gilt für Teams mit sehr vielen kleinen Terminen pro Jahr: Ab einer gewissen Frequenz kippt die Rechnung, und dann ist ein Zeitmodell schlicht die günstigere Beschaffung.
Ein zweiter Punkt fällt oft erst spät auf und lohnt die frühe Klärung: Wer öffentliche Beiträge von Social-Media-Plattformen automatisch einsammeln und anzeigen möchte, braucht eine Aggregationslösung. Bei social-wall.ch laden Teilnehmende direkt über den QR-Code hoch; Inhalte von externen Plattformen werden nicht eingebunden. Ist genau das die Kernanforderung, führt der Vergleich zu anderen Anbietern – und dort ist das Zeitmodell die Regel.
Die Budgetzeile, die durchgeht
Für die Vorlage hat sich eine dreiteilige Zeile bewährt: Lizenz, Ausgabetechnik, Personal. Nur die Lizenz lässt sich vorab exakt beziffern, für die beiden anderen Blöcke braucht es eine Offerte der Location oder des Technikpartners. Wer sie getrennt ausweist, muss im Nachhinein nicht erklären, warum aus einer Software für achtzig Franken eine vierstellige Rechnung geworden ist.
Zwei Nachfragen sparen dabei am meisten Geld. Erstens: Sind die Ausgabeflächen ohnehin schon Teil der bestehenden Technikofferte? Zweitens: Kann die Moderation jemand übernehmen, der ohnehin am Anlass arbeitet? Beide Antworten bewegen die Gesamtsumme stärker als jede Verhandlung über den Softwarepreis.
FAQ
Häufige Fragen zu den Kosten
Kurz beantwortet.
Kommen bei social-wall.ch noch Gebühren dazu?
Nein. Der Planpreis gilt einmalig für ein Event, die Rechnung kommt per E-Mail. Kosten für Screens, Beamer, Netzwerk und Personal entstehen bei der Location oder beim Technikpartner, nicht bei uns.
Welche Stufe passt zu einem Firmenanlass mit rund 300 Personen?
In den meisten Fällen Premium: bis 1'500 Uploads, bis 3 Screens und 3 Tage Eventdauer, dazu Moderation und eigenes Branding. Kommen Saal, Foyer und Stände gleichzeitig dazu, ist Enterprise die ruhigere Wahl.
Lohnt sich der Vergleich mit ausländischen Anbietern?
Ja, aber nur mit derselben Bezugsgrösse. Rechnet einen Monatspreis in Euro zuerst auf den einen Anlass um, den ihr tatsächlich durchführt, und berücksichtigt Wechselkurs, Mehrwertsteuer und den Serverstandort.
Wie planen wir das Budget für einen mehrtägigen Kongress?
Beginnt bei der Eventdauer, denn sie bestimmt die Stufe. Die Ausgabetechnik wird meist pro Tag oder pro Woche vermietet und wächst mit der Dauer mit, die Lizenz bleibt dabei die kleinste Position.